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Sarah Nerb

Was bleibt ...

 

Liebe Steffi,

heute hast du den zweiten Teil mit Sarah aufgenommen. Und diesmal ging es um ein Thema, über das viele reden wollen, aber nur wenige wirklich offen sprechen: Sexualität.

Was dabei sofort spürbar war, war die Chemie zwischen euch. Ihr habt gelacht, ihr wart ehrlich, ihr seid neugierig geblieben und genau dadurch ist ein Gespräch entstanden, das leicht war, ohne oberflächlich zu werden. Sarah war am Anfang noch überzeugt, dass aus diesem Thema keine zwei Folgen werden. Aber du hast sie ziemlich deutlich vom Gegenteil überzeugt. Und am Ende hatte man eher das Gefühl: Eigentlich hätte man noch stundenlang weiterreden können.

Es ging um Themen, die viele Menschen beschäftigen, aber oft nicht aussprechen. Um Nähe, Lust, Unsicherheit, Scham, Partnerschaft, Körpergefühl und darum, wie wichtig es ist, über Sexualität nicht erst dann zu sprechen, wenn es schwierig wird.

Auch dich hat manches überrascht. Zum Beispiel der Gedanke, dass Selbstbefriedigung nicht nur etwas mit Lust zu tun hat, sondern auch mit Körperwahrnehmung. Dass man den eigenen Körper dadurch besser kennenlernt, Veränderungen eher bemerkt und dadurch auch gesundheitlich achtsamer mit sich umgehen kann. Das war einer dieser Momente, in denen klar wurde: Sexualität ist viel mehr als das, was viele im ersten Moment darunter verstehen.

Und dann gab es diese Geschichte rund um Sternzeichen, alte kulturelle Vorstellungen, Vulva und Penis. Ein Thema, das eher zufällig im Gespräch entstanden ist und plötzlich eine ganz eigene Spannung bekommen hat. Was genau dahintersteckt, erfahrt ihr in der Folge. Aber genau solche Momente machen dieses Gespräch aus: Es ist offen, ehrlich, überraschend und immer wieder auch mit einem Augenzwinkern.

Ihr habt in dieser Folge nur einen Teil von dem angerissen, was Sexualität alles bedeuten kann. Aber vielleicht liegt genau darin die Stärke. Es ging nicht darum, alles vollständig zu erklären. Es ging darum, Türen zu öffnen. Zu zeigen, dass es nichts Peinliches ist, über Sexualität zu sprechen. Dass es hilfreich sein kann, sich Unterstützung zu holen. Dass eine Sexualtherapeutin nicht erst dann eine Rolle spielt, wenn alles kaputt ist, sondern auch dann, wenn man sich selbst, den eigenen Körper oder die eigene Beziehung besser verstehen möchte.

Vor allem bleibt eine Botschaft hängen: Redet miteinander.

Redet mit eurem Partner oder eurer Partnerin. Über Wünsche. Über Grenzen. Über Unsicherheiten. Über das, was fehlt. Über das, was schön ist. Über das, was sich verändert hat. Denn ihr seid nicht umsonst zusammen. Ihr habt euch einmal füreinander entschieden. Ihr habt euch verliebt. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht zu schweigen, sondern ehrlich zu werden.

Nicht jeder Mensch empfindet gleich. Der eine möchte mehr Nähe, der andere weniger. Der eine braucht Zeit, der andere Offenheit. Der eine trägt vielleicht Erfahrungen, Ängste oder gesundheitliche Einschränkungen mit sich, über die kaum gesprochen wird. Aber genau dort beginnt Beziehung: nicht im perfekten Funktionieren, sondern im ehrlichen Miteinander.

Auch du hast in der Folge sehr offen gezeigt, dass es Situationen geben kann, in denen Sexualität nicht einfach ist. Gerade gesundheitliche Themen können Grenzen setzen. Manchmal geht Geschlechtsverkehr nicht. Manchmal möchte man nicht. Manchmal braucht der Körper Ruhe, Schutz oder eine andere Form von Nähe. Und genau an solchen Punkten wird deutlich, wie wichtig Gespräche sind.

Du und dein Mann seid an Grenzen gestoßen. Aber ihr seid nicht stehen geblieben. Ihr habt angefangen zu reden. Ihr habt nach Lösungen gesucht. Ihr habt gelernt, besser auszusprechen, was der andere braucht, was möglich ist und was gerade nicht geht. Und genau das macht euch zu einem Beispiel dafür, dass Nähe nicht daran scheitern muss, wenn sich etwas verändert.

Diese Folge mit Sarah ist deshalb nicht einfach nur ein Gespräch über Sexualität. Es ist ein Gespräch über Vertrauen. Über Mut. Über Körper. Über Beziehung. Und darüber, dass Offenheit manchmal der Anfang von etwas sehr Heilsamem sein kann.

Deine Steffi