Sybille Lehner:
Kinesiologie verstehen: Mein persönlicher Nachhall zur Folge
26. Januar 2026
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Karin Hopf:

Aus dem Hasenbau ins Licht – Karins Schritt in die Sichtbarkeit

 

Manche Podcastfolgen nehmen einen nicht nur mit, sie bleiben hängen. Diese hier ist so eine. Ich habe mit Karin gesprochen. Über ihr Leben als Opfer von Narzissmus. Und ja das kann einem wirklich die Augen öffnen.

Was mich im Rückblick am meisten trifft: ihre Kindheit. Dieses permanente Gefühl von Angst. Bloß nichts Falsches sagen. Immer wachsam sein. Keine echte Nähe, keine Zuneigung, kein sicherer Ort. Wenn ich das mit meiner eigenen Kindheit vergleiche, wird mir erst recht bewusst, wie viel Glück ich hatte: geliebt zu werden, mich sicher zu fühlen, einfach Kind sein zu dürfen.

Das Gespräch mit Karin war informativ, aber auch aufwühlend. Nicht, weil sie dramatisiert hat, sondern weil sie so klar und ehrlich beschrieben hat, wie sich diese Dynamiken anfühlen. Wie leise und schleichend sowas passiert. Und wie lange man braucht, um überhaupt zu begreifen, dass das, was man erlebt, nicht „normal“ ist.

Was ich an Karin so beeindruckend fand: sie hat bis 24 Stunden vor der Aufnahme mit sich gerungen. Ob sie in ihrem „Hasenbau“ bleibt versteckt, geschützt, aber auch gefangen. Oder ob sie an die Oberfläche kommt und für ihr Leben kämpft. Und sie hat sich entschieden.

Sie ist gestern nicht vor ihrer Vergangenheit weggelaufen. Sie hat sich nicht weiter versteckt. Sie ist mit vollem Namen und Foto in diesem Podcast sichtbar. Nicht aus Show, nicht für Aufmerksamkeit, sondern als Statement. Um der Welt zu zeigen: „Hier bin ich.“ Ich habe das alles erlebt. Und ich bin heute die Frau, die ich schon immer sein wollte.

Ich war wirklich stolz auf sie. Denn so ein Schritt ist riesig. Und ich freue mich, dass ich ihr diesen Raum geben durfte.

Karin: Danke für dein Vertrauen und deine Geschichte.

Und ihr da draußen: Danke fürs Zuhören und Teilen. Wenn wir solche Geschichten ernst nehmen und darüber sprechen, kann das etwas verändern. Für Betroffene. Für Freunde. Für Menschen, die es noch nicht einordnen können. Zusammen können wir wirklich etwas Großes bewirken.

Eure Steffi