Zimmer für Zwei Podcast mit Sandra Mohr
Sandra Mohr – Mut zur Macht. Der Weg der Frauen.
27. Dezember 2024
Zimmer für Zwei Podcast mit Sandra Mohr
Sandra Mohr – Mut zur Macht. Der Weg der Frauen.
27. Dezember 2024

Helen Singer - Der unsichtbare Schmerz, der Frauen stark macht. 

 

Helen. Und dieser eine Drehtag, der alles verändert hat.

Helen ist eine dieser Menschen, die nicht leise in dein Leben kommen. Sie platzt rein mit Energie, Präsenz und dieser Art Blick, bei dem du sofort merkst: Das wird nicht oberflächlich.

Seit dem 01.08.2021 bereichert sie mein Leben. Und ja, ich weiß noch genau, wie das angefangen hat.

Wir haben uns an dem Tag bei einem Videodreh kennengelernt. Ziel: unsere Geschichte erzählen. Leben mit Endometriose. Nicht für Aufmerksamkeit, nicht für Mitleid,  sondern damit andere betroffene Frauen sehen: Du bist nicht allein. Und du darfst laut sein. Du darfst Hilfe einfordern. Du darfst dich zeigen.

Helen kam damals zu spät. Wie auch heute manchmal. Und als sie dann zur Tür reinkam, geschniegelt, wie ein Model hatte ich diesen völlig ehrlichen Gedanken im Kopf:
„Juhu. Eine Barbiepuppe. Na, das kann was werden.“

Tja. Spoiler: Es wurde was. Und zwar richtig.

Denn in dem Moment, als ich angefangen habe, meine Geschichte zu erzählen, hat Helen nicht geschniegelt reagiert, sondern menschlich. Sie hat ihren Emotionen freien Lauf gelassen. Keine Show. Kein Filter. Einfach echt. Und genau da haben wir beide gemerkt: Das hier ist mehr als ein Dreh. Das passt. Wir gehören zusammen in dem, was wir erzählen wollen und wofür wir stehen.

Und damit begann unsere Reise.



Der Bikini-Kalender: viel Mut, viel Arbeit, viel Herz

Kurz danach kam ihr Projekt: ein Bikini-Kalender mit betroffenen Endometriose-Frauen. Ein Statement. Kunst. Sichtbarkeit. Und ganz ehrlich: auch eine Herausforderung.

Ich habe Helen dabei unterstützt und war selbst Teil davon. Monat Oktober. Wir haben organisiert, geplant, geschoben, diskutiert, neu gedacht und am Ende vor allem eins gemacht: durchgezogen.

Es kamen viele Herausforderungen. Logistik, Termine, Unsicherheiten, das ganze „Wie zeigen wir das richtig, ohne dass es falsch wirkt?“ Und trotzdem: Wir haben es gemeinsam gemeistert. Genau diese Dinge schweißen zusammen.

Und dann war da dieser Tag: das Shooting. Die Mädels. Der Fotograf. Die Visagistin. Die Location. Alles hat am Ende gepasst als hätte es so sein sollen. Und das Ergebnis? Der Hammer.



Aus einer Idee wurde ein Verein: We are EndoWarriors e.V.

Nach dem Kalender kam die nächste Idee. Größer. Klarer. Konsequenter:

Wir gründen einen Verein.

Gesagt, getan: „We are EndoWarriors e.V.“
Und jetzt gibt es uns schon seit über drei Jahren.

Der Kalender war unser Startprojekt, aber nicht das Ende. Wir klären über Endometriose auf, vor allem über Kunst, weil sie Dinge sichtbar macht, die man oft nicht in Worte bekommt. Und ja: Es sind einige starke Projekte in Planung.

Wenn ihr Lust habt, schaut gern auf Instagram vorbei und begleitet uns dort.



Helen: stark, ehrlich  und sie hat verdammt viel überlebt

Was aus all dem entstanden ist, ist nicht nur eine gute Zusammenarbeit. Es ist eine echte Freundschaft.

Helen ist eine beeindruckende junge Frau. Und sie trägt nicht nur Endometriose, sondern auch das May-Thurner-Syndrom mit sich. Bei einer OP ist sie leider beinahe ums Leben gekommen. Das ist keine dramatische Formulierung, das ist die Realität. Aber irgendwas, nennen wir es Schutzengel, Glück, Schicksal hat sie da rausgeholt.

Und genau deshalb berührt sie mich so: weil sie weitergeht. Weil sie nicht nur „funktioniert“, sondern kämpft, fühlt, lebt, trotz allem.



Wenn ihr neugierig seid: hört rein. Und stellt eure Fragen.

In unserem Interview hat Helen mich sehr berührt. Und ich bin ehrlich: Ich schätze mich glücklich, sie in meinem Leben zu haben.

Wenn ihr mehr von Helen wissen wollt, dann schreibt eure Fragen in die Kommentare. Oder schreibt einfach rein, wenn ihr euch untereinander kennenlernen möchtet egal ob ihr:

  • mehr über Endometriose erfahren wollt,

  • selbst betroffen seid,

  • Unterstützung sucht,

  • oder anderen Unterstützung geben möchtet.

Jede einzelne von euch ist es wert, gehört zu werden.

Eure Steffi